Am Sonntag, den 13. Juli, begab sich der Kulturring Winterbach auf einen spannenden Ausflug in die Vergangenheit von Baden-Württemberg. Die Reise führte die Teilnehmer sowohl ins Mittelalter als auch in die Steinzeit und ließ die historische Bedeutung der besuchten Orte lebendig werden.
Der erste Halt war die Landesausstellung „UFFRUR! Utopie und Widerstand im Bauernkrieg 1524/25“, präsentiert vom Landesmuseum Württemberg im beeindruckenden Kloster Schussenried. Bereits während der Busfahrt stimmte Frau Dr. Ingrid Hoffmann die Gruppe mit einer fundierten Einführung auf das Thema ein. Vor Ort übernahm sie auch die Führung durch die Ausstellung und vermittelte mit ihrer Expertise spannende Einblicke in die Zeit des Bauernkriegs. Ein besonderes Highlight waren die kunsthistorischen Interpretationen, wie etwa die Analyse von Kupferstichen Albrecht Dürers, die die Teilnehmer überraschten. Der Rundgang endete in der beeindruckenden Klosterbibliothek, die ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Nach einer gemütlichen Mittagspause ging die Reise weiter – dieses Mal noch tiefer in die Geschichte zurück: ins Federseemuseum in Bad Buchau. Dort tauchten die Teilnehmer in die Steinzeit ein und erfuhren mehr über das Leben der Menschen vor tausenden von Jahren. Die rekonstruierten prähistorischen Häuser und Hütten und die anschauliche Präsentation der archäologischen Funde machten die Zeitreise zu einem faszinierenden Erlebnis.
Zwischen zwei heftigen Regengüssen fand der Tag seinen krönenden Abschluss bei Kaffee und Kuchen in einem idyllischen parkähnlichen Garten in Alleshausen. In gemütlicher Atmosphäre ließen die Teilnehmer den Tag Revue passieren.
Der Ausflug war eine gelungene Mischung aus Kultur, Geschichte und Geselligkeit und wird allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Bilder
Frau Dr. Hoffmann, Kunsthistorikerin am Landesmuseum Württemberg, führt durch die Ausstellung
Die Gruppe genießt die lichte Bibliothek im Kloster Bad Schussenried

Am Samstag, den 7. September fand der diesjährige Jahresausflug der Freunde des Kulturrings Winterbach statt. Ziel war Schwäbisch Hall. Im Hällisch-Fränkischen Museum führte die neue Leiterin Frau Rottschäfer anschaulich durch das jüdische Leben in und um Hall seit 1241. Das Highlight, das alle zum Staunen brachte, war die Vertäfelung der Synagoge Unterlimpurg (1739). Besonders ist nicht nur der gut erhaltene Zustand, sondern vielmehr, dass es eine von nur zwei weltweit erhaltenen Vertäfelungen ist. Am Ende war noch Zeit für eine Stippvisite in der aktuellen Sonderausstellung des in Berlin lebenden jüdischen Künstlers Yury Kharchenko und zu den Exponaten von Leonard Kern, einem lokalen Künstler aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte bei bestem Sommerwetter eine Stadtführung von Herrn Deutsch, der kurzweilig interessante und amüsante Einblicke in historische und aktuelle Kuriositäten der Stadt Hall und ihrer Bewohner gab. Zum gemeinsamen Ausklang ging es ins Café am Markt. Es war ein rundum gelungener Ausflug, bei dem auch neue Mitglieder und Gäste willkommen waren und über den Tag in anregende Gespräche kamen.

